Der silver market – ein globaler Wachstumsmarkt
Deutschland ist eines der Länder mit der ältesten Bevölkerung in Europa. In zwanzig Jahren wird bereits die Hälfte der Deutschen 50 Jahre und älter sein, jeder dritte davon älter als 60 Jahre. In Japan ist schon heute rund ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre.
Der demographische Wandel verändert die Märkte – weltweit
Das Thema “demographischer Wandel” hat sich in Wirtschaft und Gesellschaft etabliert und statt dramatischer Untergangsszenarien werden heute vor allem die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potentiale diskutiert. Die Seniorenwirtschaft hat sich als Silver Economy / Silver Market zu einem globalen Wachstumsmarkt entwickelt, der mittlerweile auch von der Börse als einer der wichtigsten Trends der nächsten Jahrzehnte bewertet wird.
Alters(selbst)bilder werden differenzierter
Die bisherige einseitige Fokussierung auf jüngere Zielgruppen hat dazu geführt, dass heute ein enormer Nachholbedarf an altersgerechten Produkten und Dienstleistungen herrscht. Gleichzeitig beginnen sich die Altersbilder in Wirtschaft und Gesellschaft zu verändern: Sie werden differenzierter, vielschichtiger und vor allem realistischer. Damit verliert das kalendarische Alter auch in der Zielgruppensegmentierung an Bedeutung zugunsten einer stärkeren Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensstile älterer Generationen. Damit einher geht auch eine Veränderung der Alters-Selbstbilder: Alt-Werden wird nicht mehr als eine, sondern als eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensphasen gesehen, die bewusst geplant und gestaltet werden können. Daraus erwachsen neue Konsumbedürfnisse, deren ökonomisches Potential bisher nur wenige Anbieter erkannt und mit der Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen ausgeschöpft haben.
Universal Design als Gestaltungsprinzip der Silver Economy
Die Marktforschung bietet heute eine reiche Fülle an Erkenntnissen und zeigt, dass die “Zielgruppe 50plus” sehr viel heterogener ist als jüngere Zielgruppen. Auf der einen Seite gewinnen Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Selbständigkeit, Teilhabe, Mobilität und Gesundheit mit dem Alter an Bedeutung, auf der anderen Seite ist es gerade der Wunsch nach mehr Komfort und Einfachheit im Leben, der Ältere in vielen Segmenten zu Trendsettern werden lässt. In der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen hat sich daher der nutzerzentrierte, generationenübergreifende Ansatz durchgesetzt, der unter anderem im Universal Design sein gestalterisches Pendant findet.
