9. Juni 2011
20. Februar 2011
23. Januar 2011
10. Januar 2011
3. November 2010
Pimp up your Silver Age
Ältere Zielgruppen als Wachstumsmotor für den Fitness- und Gesundheitsmarkt
Gesundheit und Fitness sind schon lange keine Domäne der Jugend mehr. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels entwickeln sich Best Ager und Senioren zu den neuen Stars der Fitness-, Wellness- und Gesundheitsbranche. Damit stellen sie nicht nur die Anbieter vor neue Herausforderungen, sondern ermöglichen auch interessante Kooperationen im Gesundheitsmarkt.
Ruth Frith war der Star der World Masters Games, 2009 in Sydney. Unter 28.000 Athletinnen und Athleten verbesserte sie mit 4,0m den Weltrekord im Kugelstoßen und gewann die Goldmedaille. Das Besondere: Ruth Frith war 74 Jahre, als sie das erste Mal an der Master Games teilnahm und 2009 die einzige Teilnehmerin in der Altersklasse „100 bis 104 Jahre“. Das könnte sich bald ändern: Die Anzahl der Centenarians, wie die Hundertjährigen in der Altersforschung genannt werden, steigt kontinuierlich und mit ihr die Erkenntnis, dass auch in hohem Alter noch (fast) alles möglich ist. Doch auch wer nicht den nächsten Weltrekord anstrebt, hat gute Chancen, das hohe Alter bei guter Gesundheit zu erleben.
Die „gewonnenen“ Jahre
2009 veröffentlichte die von der Bundesregierung beauftragte Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ ihre Empfehlungen zu den Chancen und Herausforderungen des demographischen Wandels. Die wichtigste Erkenntnis: „Altern ist individuell“ und die Art wie wir altern hängt in weit größerem Maße von den äußeren Lebensumständen und dem individuellen Gesundheitsverhalten ab, als bisher bekannt war. So zeigen repräsentative Langzeitstudien, dass allein durch die Veränderung der Lebensgewohnheiten Erkrankungen wie Altersdiabetes, koronare Herzkrankheit oder Schlaganfall um 70–90% vermeidbar wären. Mit 60 Jahren kann ein Mensch heute chronisch krank oder auch kerngesund sein. Gesundes Altern wird damit zur individuellen Lebensaufgabe und verstärkt den Trend zu Prävention und Selbstverantwortung.
Medical Wellness: Wertschöpfung durch Kooperationen
Auf diesen Trend antwortet auch das relativ neue Segment „Medical Wellness“, das die Grenzen zwischen Wellness, Prävention und medizinischer Rehabilitation schwinden lässt und zu einer wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Produkten und komfortorientierten Dienstleistungen führt. Nach einer aktuellen Studie, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) 2007 in Auftrag gegeben wurde, werden bis 2035 für das Segment „Pflege & Gesundheit“ ein Zuwachs von rund 37 Prozent, für Reisen und Tourismus rund 13 Prozent und für den bisherigen Nischenmarkt „Wellness“ ein Zuwachs von 2,8 Prozent erwartet (). Roland-Berger-Studie „Wirtschaftsfaktor Alter“Vor diesem Hintergrund entwickelt sich Medical Wellness seit einiger Zeit zu einem der interessantesten Wachstumsfelder nicht nur im 50plus Markt. Von der Kombination aus Prävention, Gesundheitsförderung, Wellnessangeboten und medizinisch indizierter Reha profitiert vor allem der Gesundheitstourismus und eröffnet neue Chancen für Kooperationen mit regionalen Anbietern.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier: www.skdemographic.com
17. August 2010
Der silver market – ein globaler Wachstumsmarkt
Deutschland ist eines der Länder mit der ältesten Bevölkerung in Europa. In zwanzig Jahren wird bereits die Hälfte der Deutschen 50 Jahre und älter sein, jeder dritte davon älter als 60 Jahre. In Japan ist schon heute rund ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre.
Der demographische Wandel verändert die Märkte – weltweit
Das Thema “demographischer Wandel” hat sich in Wirtschaft und Gesellschaft etabliert und statt dramatischer Untergangsszenarien werden heute vor allem die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potentiale diskutiert. Die Seniorenwirtschaft hat sich als Silver Economy / Silver Market zu einem globalen Wachstumsmarkt entwickelt, der mittlerweile auch von der Börse als einer der wichtigsten Trends der nächsten Jahrzehnte bewertet wird.
Alters(selbst)bilder werden differenzierter
Die bisherige einseitige Fokussierung auf jüngere Zielgruppen hat dazu geführt, dass heute ein enormer Nachholbedarf an altersgerechten Produkten und Dienstleistungen herrscht. Gleichzeitig beginnen sich die Altersbilder in Wirtschaft und Gesellschaft zu verändern: Sie werden differenzierter, vielschichtiger und vor allem realistischer. Damit verliert das kalendarische Alter auch in der Zielgruppensegmentierung an Bedeutung zugunsten einer stärkeren Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensstile älterer Generationen. Damit einher geht auch eine Veränderung der Alters-Selbstbilder: Alt-Werden wird nicht mehr als eine, sondern als eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensphasen gesehen, die bewusst geplant und gestaltet werden können. Daraus erwachsen neue Konsumbedürfnisse, deren ökonomisches Potential bisher nur wenige Anbieter erkannt und mit der Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen ausgeschöpft haben.
Universal Design als Gestaltungsprinzip der Silver Economy
Die Marktforschung bietet heute eine reiche Fülle an Erkenntnissen und zeigt, dass die “Zielgruppe 50plus” sehr viel heterogener ist als jüngere Zielgruppen. Auf der einen Seite gewinnen Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Selbständigkeit, Teilhabe, Mobilität und Gesundheit mit dem Alter an Bedeutung, auf der anderen Seite ist es gerade der Wunsch nach mehr Komfort und Einfachheit im Leben, der Ältere in vielen Segmenten zu Trendsettern werden lässt. In der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen hat sich daher der nutzerzentrierte, generationenübergreifende Ansatz durchgesetzt, der unter anderem im Universal Design sein gestalterisches Pendant findet.
16. August 2010