Mit dem Eintraga als nichtstaatliche Organisation ist die Projektphase des European Network for Accessible Tourism (ENAT) beendet. Das Netzwerk wurde 2005 als Pilot-Projekt mit EU-Fördermitteln gegründet und von neun Organisationen aus insgesamt sechs EU-Ländern getragen. Heute zählt die ENAT rund 400 Mitglieder aus 50 Ländern.
Ziel des Netzwerkes ist es, die Tourismusindustrie dabei zu unterstützen, zielgruppenspezifische Angebote für die wachsenden Anzahl älterer Gäste und Touristen mit Behinderung zu entwickeln. Barrierefreiheit kommt dabei zentrale Bedeutung zu, da sie nicht nur für Menschen mit Unterstützungsbedarf ein entscheidendes Kriterium für einen gelungenen Urlaub darstellt, sondern auch von Familien mit kleinen Kindern zunehmend geschätzt wird.
Ziel sei es daher jetzt, so die schwedische ENAT-Präsidentin Lilian Müller, ein eigenes Label zur Barrierefreiheit für Tourismus-Anbieter zu entwickeln. Das Qualitätssiegel Accessible Tourism Compliance Label soll ergänzt werden durch den Code of Good Conduct und die Good Practice Guidelines für Tourismusanbieter. Nach innen soll der Netzwerkgedanke auf europäischer Ebene durch Konferenzen und Workshops weiter gestärkt werden.
Link: enat